Errichtung der Biogasanlage Breese /Marsch

Von April 2006 bis September 2006 errichtete SBI in Arbeitsgemeinschaft mit der Schwesterfirma IBC aus Celle im Auftrag der Biogas Breese/Marsch GbR eine der zur Zeit bundesweit größten Biogasanlagen nach dem System der Trockenfermentation im Batch-Verfahren. Die Anlage wurde schlüsselfertig errichtet und einschließlich Inbetriebnahme und Probebetrieb im Januar an den Auftraggeber übergeben.

Die Anlagenleistung beträgt 536 KW, wobei 6 Wochen nach Beginn des Probebetriebes Anfang Oktober 2006 die Anlagenleistung bereits bei 75 % der Nennleistung lag. Bis Februar 2007 erreichte die Anlage annähernd die geplante Anlagenleistung.

Für die technische Anlagenplanung sowie die Steuer-, Mess- und Regeltechnik war die Firma Bioferm aus Waldmünchen verantwortlich, mit der unser Unternehmen partnerschaftlich verbunden ist. Die Firma Bioferm verfügt über verschiedene Referenzen im Bereich der Errichtung von Biogasanlagen nach dem System der Trockenfermentation.

Bei der errichteten Anlage handelt es sich um eine Nawaro-Anlage, die jährlich mit ca. 10.000 t Biomasse beschickt wird. Hierbei kommen zu jeweils ca. 30 % Festmist, Maissilage und Grassilage als Biomasse zum Einsatz. Die übrigen 10 % werden über Stroh und Futterrüben bereitgestellt. Aufgrund der im Probebetrieb gemachten Erfahrungen ist mittelfristig eine Erhöhung des Anteil der Futterrüben und der Grassilage geplant.

Die Anlage verfügt über 7 unabhängig voneinander zu betreibenden Fermenter mit einem Fassungsvermögen von ca. 500 m³ Biomasse je Fermenter. Nach der Befüllung und einer Aufenthaltszeit von ca. 25 - 30 Tagen wird die Biomasse durch Zugabe von Neumaterial und Abzug von ausgegorenem Material ersetzt und der Fermentationsprozess beginnt von neuem.

Dazu verfügt die Anlage über einen ca. 100 m³ großen Perkolatspeicher, in dem gelöste Methanbakterien gespeichert und anschließend über die Biomasse verrieselt werden und den Fermentationsprozess beschleunigen sowie eine deutliche Erhöhung der Gasausbeute bewirken.

Die Biologie hat sich im bisherigem Betrieb als sehr stabil erwiesen, wobei sich die Gasausbeute im Bereich der aus der Fachliteratur bekannten Werte für Nassfermentationsanlagen sowie teilweise darüber bewegen. Positiv wirkte sich im Betrieb der kleine Anteil an Maschinentechnik, Pumpentechnik etc. aus, der auch ursächlich für den geringen Anteil an Eigenenergieverbrauch ist.

Nachfolgend einige Anlagendaten:

Technische Daten:

BHKW: 536 KW el. Leistung, 536 KW thermische Leistung

Gaskessel: 800 KW thermische Leistung, Betrieb bei Ausfall des BHKW

Fermenter: 7 Fermenter, 30 x 7 x 4,3 m, Füllvolumen ca. 500 m³ je Fermenter

Perkolattank: 100 m³ Fassungsvolumen, geteilt in 2 x 50 m³

Mischplatz: 1000 m² Mischplatz, befestigt mit Stahlbeton, wasserundurchlässig

Gaslager: 500 m³ Gassack für Fermenter, 70 m³ Gassack für Perkolattank

Eigenenergieverbrauch: < 3 %

Bautechnische Daten:

Bauzeit: April bis Oktober 2006

Erstbefüllung: 20.09.2006

Inbetriebnahme: 29.09.2006

Erdarbeiten: ca. 2.500 m³ Bodenbewegung

Betonbau: ca. 2.100 m³ Stahlbeton verschiedener Güten, Fermenter gasdicht ausgeführt

Baustahl: ca. 220 t Baustahl eingebaut

Profilstahl: ca. 40 t Profilstahl für Dachkonstruktion

Dämmung: ca. 4.500 m² Dämmung, d = 8 cm

Verkleidung: ca. 1.200 m² Lärchendeckelschalung als Verkleidung der Außenwände

Befestigte Fläche: ca. 6.000 m² befestigte Fläche

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